Wort.Macht.Geschichte in der Gedenkstätte Bautzen

Im Rahmen unseres Projekts „Menschen hinter Mauern“ beschäftigte sich unsere Klasse L25BVJb intensiv mit der Geschichte des ehemaligen Stasi-Gefängnisses Bautzen II.

02.07.2026, 11:37 Uhr

Bei mehreren Besuchen erhielten wir durch Christian Schröter, Bildungsreferent / Projekt WORT|MACHT|GESCHICHTE in der Gedenkstätte, eindrucksvolle Einblicke in einen Ort, an dem während der DDR-Zeit viele Menschen ihrer Freiheit beraubt wurden.

Besonders bewegend war die Atmosphäre im ehemaligen Gefängnis. Bei den Führungen konnten wir die Zellen, den Außenbereich und den Wachturm besichtigen. Dadurch wurde deutlich, wie stark der Alltag der Gefangenen von Kontrolle, Überwachung, Unsicherheit und fehlender Privatsphäre geprägt war. Viele von uns waren beeindruckt davon, wie groß das Gefängnis war und unter welchen Bedingungen die Menschen dort leben mussten.

Während des Projekts setzten wir uns nicht nur mit dem Gebäude selbst auseinander, sondern auch mit den Schicksalen der Menschen, die dort inhaftiert waren. Dabei erfuhren wir, dass viele Gefangene aus politischen Gründen eingesperrt wurden, zum Beispiel weil sie die DDR verlassen wollten oder als Gegner des Systems galten. Die Auseinandersetzung mit diesen Lebensgeschichten machte deutlich, wie wichtig Freiheit, Menschenwürde und Menschenrechte sind.

Neben den Besichtigungen arbeiteten wir in Gruppen an verschiedenen Aufgaben. Wir erstellten unter anderem einen Zeitstrahl, beschäftigten uns mit dem Alltag der Gefangenen und recherchierten zu Themen wie Sport in der DDR, Propaganda und Überwachung. Am Ende des Projekts präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse. Dabei entstanden unterschiedliche Beiträge, zum Beispiel Vorträge, kreative Darstellungen und ein Theaterstück.

Das Projekt war für viele von uns sehr interessant und eindrucksvoll. Wir konnten Geschichte nicht nur aus Büchern kennenlernen, sondern an einem historischen Ort erleben. Gleichzeitig hat uns der Besuch nachdenklich gemacht. Bautzen II zeigt, wohin staatliche Kontrolle, Überwachung und die Missachtung von Menschenrechten führen können.

Unser Fazit: Freiheit und Menschenwürde sind keine Selbstverständlichkeit. Deshalb ist es wichtig, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und die Erinnerung an solche Orte wachzuhalten.

Autorenteam: Die Klasse L25BVJb